Viersen

Rund um den Heiligenberg

Ein kleiner Rundgang (Tour A4)  durch die Wälder rund um den Heiligenberg auf den Süchtelner Höhen in Viersen. Dieser für den Niederrhein untypische, bis zu 80 Meter hohe Höhenzug ist Teil des Naturpark Maas-Schwalm-Nette.  Die hier gezeigte Wegstrecke deckt natürlich nur einen kleinen Teil davon ab, besuchenswert ist z.B. auch das Wildgehege mit Kletterpark und die Region um den Hohen Busch.

Inhalt


  • Hochbehälter
  • Irmgardiskapelle
  • Irmgardisquelle
  • Kreuzweg
  • Volksbank Arena
  • Hünengräber
  • Kriegerdenkmal
  • Fernmeldeturm

Start am Sportzentrum
Start am Sportzentrum

Hochbehälter Süchtelner Höhen

Trinkwasser Hochbehälter Süchteln
Trinkwasser Hochbehälter Süchteln

1907 wurde der Hochbehälter zur Trinkwasserversorgung mit einem Fassungsvolumen von 400 m3 erbaut. Das Eingangsportal wurde sehr aufwändig gestaltet im Stile der beginnenden Industriearchitektur. 1969 wurde der Behälter ausser Betrieb genommen und 2014 noch einmal renoviert.

Wenn man dem Weg weiter folgt, erreicht man den Heiligenberg mit der Irmgardiskapelle. 

Irmgardiskapelle

Irmgardiskapelle
Irmgardiskapelle

Auf dem Heiligenberg  befindet sich das Wahrzeichen von Süchteln: die Irmgardiskapelle. Benannt ist diese vermutlich nach der 1025 auf Schloss Aspel bei Rees geborenen Grafentochter Irmgard von Zytphen. Irmgard verschenkte nach dem Tot der Eltern die geerbten Besitztümer, zu denen neben Schloss Aspel auch Teile von Süchteln zählten, an den Erzbischof von Köln sowie ihrem Bruder, einem Abt in einem Kloster ebenfalls bei Köln. Sie selbst führte der Legende nach danach das Leben als Einsiedlerin auf dem Heiligenberg und zog vor ihrem Tot nach Köln, um noch Pilgerreisen zu unternehmen und die dortigen Heiligtümer zu besichtigen. Heute ist ihr Leichnam im Dom von Köln bestattet und ihre Gebeine können dort besichtigt werden.

Die Kapelle selbst wurde Ende des 15. Jahrhunderts erstmals erwähnt. Hierbei handelte es sich um einen Vorgängerbau, der nur rund 100 Jahre Bestand hatte. 1664 wurde eine neue Kapelle mit rund 11 x 6 Meter Grundfläche auf Initiative des Abts des Klosters Ihres Bruders, St.Pantaleon, erbaut. 1740 und 1846 erliessen die damaligen Päpste jeweils dauerhafte Ablässe für die Besucher der Kapelle. Daraus begründet sich auch die Bedeutung als Wallfahrtsort. Jährlich am 4. September, dem Sterbetag von Irmgardis findet hier ein Oktav statt. Der Name stand für die kleinen Apfelküchlein, die hier für die Pilger im Rahmen eines Jahrmarktes verkauft wurden.

Quelle
Quelle

An der Quelle unter der Irmgardiskapelle, dem "Et Helijepötsche" wurde früher insbesondere von Kindern um ein Brüderchen oder Schwesterchen gebeten. Es hieß, hier wäre der Ort, an denen die Kinder zur Welt kamen. Dazu wurden Münzen in die Quelle geworfen.

Kreuzweg

Von der Kapelle führt der Weg durch ein kleines Waldstück weiter zum Friedhof vorbei an eine Station des Kreuzweges.

Wegkreuz am Süchtelner Friedhof
Wegkreuz am Süchtelner Friedhof

Hünengräber

Findling auf einem vermutlichen Hünengrab
Findling auf einem vermutlichen Hünengrab

Obwohl es mit hoher Wahrscheinlichkeit echte Hünengräber auf den Süchtelner Höhen gab, ist nicht ganz sicher ob der oben gezeigte Findling dazu gehört. Die Steinzeitmenschen benutzten damals schwere Trag- und Deckensteine und oft wurden Findlinge auf die Gräber gesetzt.

Bekannt ist aber auch, daß Ende des 19. Jahrhunderts der Verschönerungsverein Süchteln diese Gräber vermutlich bewusst anlegte, ein damals bekannte größeres Grab verlegte und vielleicht auch die Findlinge platzierte um die Landschaft zu verschönern und Besucher anzulocken. 

Findling auf einem vermutlichen Hünengrab
Findling auf einem vermutlichen Hünengrab

Volksbank Arena

Volksbank Arena
Volksbank Arena

Anschließend führt der Weg an der 2011 modernisierten Volksbank Arena - der ehemaligen Waldkampfbahn - vorbei unter der Hindenburgstrasse hindurch in Richtung Kriegerdenkmal. Die Arena ist mittlerweile mit einem modernen Kunstrasenplatz und einer vergrösserten Gastronomie ausgestattet und Sitz des ASV Einigkeit Süchteln e.V.

Kriegerdenkmal

Kriegerdenkmal
Kriegerdenkmal

Versteckt im Wald liegt das Kriegerdenkmal aus dem Jahr 1878. Es gedenkt den Gefallenen des Kreises Kempen aus den Kriegen 1864, 1866 und 1870/71. Das Denkmal ist 24 m hoch und konnte auch als Aussichtsturm genutzt werden. Auf der Spitze befindet sich ein aus Kupferblech hergestellter Adler mit 3,10 m Spannweite, der bis 1902 nach Osten und seitdem nach Westen schaut. Auf der Rückseite ist ein Relief von Kaiser Wilhelm des Ersten zu sehen und an den Seiten die Orte der Schlachten.

Fernmeldeturm

Von hier aus führt der Weg zurück zum Sportplatz Süchteln und dem Ausgangspunkt dieser kleinen Runde um den Heiligenberg. Hier sieht man dann den 102 Meter hohen Fernmeldeturm von Süchteln.

Fernmeldeturm Süchteln
Fernmeldeturm Süchteln

S. Lucas Fotografie

Das Niederrhein-Album

Sascha Lucas

Tel. 0151 52444440

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