Krefeld

Forstwald & Hückels May

Im Südwesten von Krefeld befindet sich der Forstwald, ein ab dem Jahr 1830 künstlich vom mennonitischen Kaufmann Gerhard Schumacher (1790-1845) angelegtes Waldgebiet. Durch Zuckerrüben und -sirup-Produktion, einer Kornbrennerei sowie auch als Mitbesitzer der Appolinaris Mineralwasserquelle konnte er sich ein beachtliches Vermögen erwirtschaften und die Kosten der Aufforstung tragen. 

Forstwald
Forstwald

Davor befand sich hier mit der Töniser Heide nur eine unwirtschaftliche Brachfläche. Seinen neuen Besitz und die Aufforstung begrenzte der neue Besitzer mit Wällen an den jeweiligen Rändern und grenzte diesen zu den damals noch überall vorhandenen Feldern der Bauern ab.

Forsthaus

Forsthaus in Krefeld
Forsthaus in Krefeld
Hauptgebäude des Forsthauses mit dem typischen Pfau
Hauptgebäude mit dem typischen Pfau

Im Jahr 1833 wurde dann das Forsthaus von Schumann als Sommerresidenz erbaut. Von diesem ausgehend führen die Straßen kreuzförmig durch das damals neue Waldgebiet. Heute befindet sich hier ein Restaurant im Gebäude. Hinter diesem findet man noch ein kleines Wildgehege der Stadt Krefeld mit Damwild und ein 1850 gepflanzter Mammutbaum, der mittlerweile mit 35 Metern einer der  höchsten seiner Art in Deutschland ist. Mehr zu den Mammutbäumen am Niederrhein kann man hier nachlesen.


  • Restaurant Forsthaus
  • Forstwaldstraße 530, 47804 Krefeld
  • Tel.  02151/311666

Hückels May

Das Alles passierte auf geschichtsträchtigem Boden. 1642 fand u.a. hier die Schlacht auf der Töniser-Heide statt. Die protestantischen Truppe der Franzosen und Hessen trafen hier im Kampf gegen die Katholiken auf die südliche Landwehr, die noch heute in wenigen Überresten zu erkennen ist. Rund hundert Jahre später im Jahre 1758 fand erneut auf dem Feld die Schlacht an der Hückels May statt, diesmal im Rahmen des Siebenjährigen Krieges zwischen Frankreich und Preußen mit seinen Alliierten. 

Schild Hückels May auf dem sich nun dort befindenden Restaurant
Schild Hückels May auf dem sich nun dort befindenden Restaurant
Denkmal an der Hückels May
Denkmal an der Hückels May

Im Ergebnis konnten die Franzosen trotz großer Überzahl besiegt werden und ermöglichte die Eroberung von Düsseldorf und den Einzug in Roermond. Rund 80.000 Soldaten und ca. 2.900 Gefallene waren anschließend zu beurkunden. Daran erinnert noch heute das 1858 erbaute Denkmal und auch der Name des hier befindlichen Landgasthofes, der 1830-1855 erbaut wurde.


Landgasthof Hückels May
Hückelsmaystraße 70, 47804 Krefeld

info@hueckels-may.de