Nettetal

Burg Alt-Krickenbeck & Rohrdommelansiedlungsgebiet

Im Bruchgebiet der Nette, einem kleinen Fluss bei Nettetal lag die Burg Alt-Krickenbeck.


Hierbei handelte es sich vermutlich um eine ehemalige Wasserburg oder Motte. Man vermutet, daß diese mit einem doppelten Wassergraben umgeben war und aus Holz erbaut wurde. Die Burg war u.a. der Rittersitz der Begründer der Grafschaften Geldern und Kleve und  wurde Anfang des 12. Jahrhunderts erbaut.


Diese Seite behandelt die verfallene Burg Alt-Krickenbeck. Siehe auch das erhaltene Schloss Krickenbeck, Nettetal



Ehemaliger Standort der Burg Alt-Krickenbeck
Ehemaliger Standort der Burg Alt-Krickenbeck

Lage der ehemaligen Burg Alt-Krickenbeck

Jetzige Nutzung als Acker
Jetzige Nutzung als Acker

Vermutlich zwischen 1243 und 1247 wurde die Burg aber bereits wieder zerstört. Hintergrund könnten die damaligen Streitigkeiten mit dem Kölner Erzbischof gewesen sein. Danach zog die Gemeinde wenige Kilometer weiter und der neue Graf errichtete hier das spätere Schloss Krickenbeck auf neuem Grund. Aktuell kann man nur noch eine grasbewachsene Erhöhung sehen, wo sich früher der Burgstall befand. Hier konnten typische Alltagsgegenstände der damaligen Zeit, wie z.B. Töpfe aus Keramik ausgegraben werden. Diese waren für die Geschichtsforschung am unteren Niederrhein von Bedeutung. 

Rohrdommelprojekt

Blick auf das Feuchtgebiet südlich der Burg Alt-Krickenbeck
Blick auf das Feuchtgebiet südlich der Burg Alt-Krickenbeck

Beginnend von der Leuther Mühle bis zu den Krickenbecker Seen kann man  an der renaturierten Nette spazieren gehen und das Rohrdommelprojekt der Stadt Nettetal und der Biologischen Station entdecken. Diese sind Teil des Naturpark Maas-Schwalm-Nette.

Bis 2014 - über einen Zeitraum von 5 Jahren - wurde hier die Landschaft optimal auf die Wiederverbreitung des Vogels vorbereitet, u.a. eine Fläche von 10 Hektar gerodet und bewässert. Seitdem hat sich die Population erholt und auch viele andere Tiere siedelten sich wieder an. Bemerkenswert sind z.B. die 29 verschiedene Libellenarten die 2014 gefunden wurden. Der Weg endet an den durch Mooraushub entstandenen Krickenbecker Seen. Zum Zeitpunkt des Bestehens der Burg Alt-Krickenbeck  gab es die  Seen jedoch noch nicht.

S. Lucas Fotografie

Das Niederrhein-Album

Sascha Lucas

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