Nettetal

Windmühlenbruch

Der Windmühlenbruch oberhalb des Nettebruchs in Nettetal ist ein ausgetorfter Mühlenweiher und eine kulturhistorisch typische Anlage für den Niederrhein.  Heute befindet sich hier mit dem Park am See ein Naherholungsgebiet. Das Seengebiet rund um den Windmühlenbruch mit 132 ha wird durch die Nette gespeist.

Vom Wirtschaftsraum zum Naherholungsgebiet
Vom Wirtschaftsraum zum Naherholungsgebiet

Windmühlen

Rund um den See befanden sich mehrere Mühlen: 

  • die am südlichen Ende liegende, ehemalige Nelsenmühle (erbaut um 1495 - in Betrieb bis 1963). Heute wird die Wassermühle mit zwei unterschmächtigen Wasserrädern nur noch als Wohngebäude genutzt.
  • die Neumühle bzw. Gartzmühle oder Roxforter Mühle (erbaut um 1375 und bis vor wenigen Jahren noch im Betrieb). Auch die Neumühle war noch bis vor wenigen Jahren in Betrieb und wurde erst vor wenigen Jahren als Wohnhaus umgewidmet. 
  • der Bockwindmühle am östlichen Ufer (abgerissen um 1900). 
Netteverlauf an der Neumühle
Netteverlauf an der Neumühle
Blick auf den Windmühlenbruch an der Neumühle
Blick auf den Windmühlenbruch an der Neumühle

Beide noch erhaltene Wassermühlen wurden aufgrund der starken wirtschaftlichen Bedeutung nach und nach umgebaut und sind baulich eher an Fabriken orientiert. Sie entsprechen somit nicht mehr den anderen noch erhaltenen niederrheinischen Mühlen, wie z.B. der Narrenmühle oder Reismühle. Noch heute ist die Vergangenheit auch in den Straßennamen zu finden: Windmühlenbruch, Windmühlenweg, Bleichstraße etc. 

Windmühlenburch
Windmühlenburch

Haus Alois und Spielplatz

  • Am westlichen Rand stand früher das Haus Alois, einem Herrenhaus im Stil der Burg Ingenhoven. Reste sind hiervon nicht mehr zu finden. 
  • Am östlichen Windmühlenweg, getrennt von der Böschung befindet sich ein großer Spielplatz mit Wasserpumpe, Bolzplatz etc.

Lobbericher Wind

Heide und Kopfweiden
Heide und Kopfweiden

Auch ohne aktive Windmühlen blieb der Lobbericher Wind - der durch die niedrigen Heideflächen am östlichen Ufer entstand - eine typische Bezeichnung der Wesensart der Lobbericher. Diese waren durch die Mühlen vergleichsweise reich und viele arbeitssuchendende Menschen zogen hinzu, die mit Verachtung von den "neureichen Lobberichern" und dem "Wind" den diese um jede Sache machen, sprachen. Heute sind hier wieder typische niederrheinische Kopfweiden zu finden.

Rundgang um den See

S. Lucas Fotografie

Das Niederrhein-Album

Sascha Lucas

Tel. 0151 52444440

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