Viersen

Remigiusplatz

Im Ortskern von Viersen liegt der Remigiusplatz am Ende der Fußgängerzone. Früher war hier der Markt von Viersen ansässig. 

Remigiusplatz mit Kirche im Hintergrund
Remigiusplatz mit Kirche im Hintergrund

Sehr versteckt und von vielen Besuchern unentdeckt sind hier zwei der ältesten Baudenkmäler der Stadt zu finden: der Weisenstein und der Rabenstein (Prangerstein). Am nördlichen Ende befindet sich die Remigiuskirche und am südlichen Ende beginnt die Fußgängerzone mit dem Remigiusbrunnen.

Die Steine, die Steelen, die Kirche
Die Steine, die Steelen, die Kirche

Der heilige Remigius von Reims gilt als der Schutzpatron von Viersen und war ein junger Bischoff der die Franken bekehrte und den berühmten Merowingerkönig Chlodwig I. taufte. Nach seinem Tod 533 wurden viele Kirchen nach ihm benannt - so wie es  300 Jahre später auch bei der ältesten Viersener Kirche passieren sollte.

Remigiusplatz mit den Steinen und Wappen

Die beiden Steine unter dem Baum
Die beiden Steine unter dem Baum

Weisenstein und Rabenstein

Plakette am Weisenstein
Plakette am Weisenstein
Plakette am Prangerstein
Plakette am Prangerstein

Idyllisch um einen Baum platziert findet man in der Mitte des Platzes zwei große Steine. Der Weisenstein ist der größere und der Rabenstein oder Prangerstein der kleinere. Die Steine sind urkundlich bereits in den Jahren 1569 und 1692 erwähnt worden. Der Weisenstein war der Standort der Rechtssprechung im frühen Viersen und hier wurden die Urteile verkündet, nachdem der Beschuldigte dreimal um den Stein geführt wurde. Am Rabenstein wurden Bürger öffentlich angebunden und mussten stehend Ihre Strafe aushalten für jeweils mehrere Stunden am Tag. Dieser Stein stand ursprünglich am Rathaus.

Nahaufnahme der Steine
Nahaufnahme der Steine

Wappen der Städtepartnerschaften

Die Säulen
Die Säulen

Am Rand des Remigiusplatzes stehen Stelen mit den Wappen von Viersen und den Partnerstädten in Lambertsart (Frankreich), Peterborough (Großbritannien), Kanev (Ukraine), Pardesia (Israel) sowie die deutschen Städte Mittweida und Calau.

Remigiuskirche

Die 61 Meter hohe katholische Kirche St.Remigius steht am nördlichen Ende des Remigiusplatzes und ist die älteste Kirche in Viersen. Bereits seit dem 843 befand sich hier ein kleineres Gebetshaus, das dem heiligen Remigius gewidmet war. Die  Pfarre St.Remigius umfasst seit der Kirchenreform vor einigen Jahren jetzt sieben Gemeinden, u.a. auch Begräbniskirche St.Joseph und die Kapelle St.Konrad die bereits in der benachbarten Stadt Willich liegt.

Kirche St.Remigius
Kirche St.Remigius

Um 1350 wurde der heutige Turm und einige Zeit später erst das heutige Mittelschiff erbaut und ersetzen sukzessive die alten Gebäude. Im 15. Jahrhundert hatte die Kirche das heutige Erscheinungsbild.

 

Im 17. Jahrhundert wie auch später im 2. Weltkrieg gab es erhebliche Beschädigungen und es wurden Teile der ursprüngliche Bebauung ausgetauscht.  Trotzdem sind noch viele Gegenstände aus der Geschichte der Kirche erhalten.


Am Haupteingang befinden sich links und rechts große Reliefs aus dem Ende des 19. Jahrhunderts.

Kreuzigung Christi
Kreuzigung Christi
Verrat auf dem Ölberg
Verrat auf dem Ölberg

Remigiusbrunnen

Remgiusbrunnen
Remgiusbrunnen

Und nun kann der Besucher endlich den berühmtem Remigius sehen. Auf dem Remigiusbrunnen ist der Bischoff Remigius von Reims seit 1916, dem Baubeginn, zu sehen. Kriegsbedingt musste die Statue von Remigius wie auch die Glocken der Remigiuskirche 1942 demontiert werden. Erst Anfang der 1980er Jahre wurden der Brunnen wieder vervollständigt mit einer Bischoffsskulptur, die seitdem die Remigiuskirche in den Händen hält und seitdem wesentlich menschlicher und nicht mehr so majestätisch wie im ersten Modell wirkt.

Andere Ansicht
Andere Ansicht

Umgeben ist die zentrale Figur seitdem von den sieben menschlichen Schwächen, die hier als Tiere auftreten. So gibt es den Stier, der Zorn repräsentiert oder der Seehund, der für die Faulheit steht. Zu sehen sind aber auch andere, kleinere Tiere wie ein Igel, eine Maus usw.  wie sie bei allen Werken des Bildhauers Gernot Rumpf zu finden sind.

S. Lucas Fotografie

Das Niederrhein-Album

Sascha Lucas

Tel. 0151 52444440

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