Willich

St.Konrad-Kapelle

Im typischen, eher einfach gehaltenen Stil der 1930er Jahre wurde in der damals noch jungen "Nierssiedlung" 1935 eine kirchliche Mitte mit der St. Konrad-Kapelle gebaut. Seit 1940 gehört der Genzweg zum Willicher Stadtteil Neersen. Die Gemeinde ist seit der Kirchenreform vor einigen Jahren Mitglied der Pfarre St.Remigius im benachbarten Viersen.

St.Konrad-Kapelle am Grenzweg mit der Niers im Vordergrund und dem Vorraum und Neubau
St.Konrad-Kapelle am Grenzweg mit der Niers im Vordergrund und dem Vorraum und Neubau

Die St. Konrad-Kapelle wurde Mitte der 1950er Jahren mit einem Vorraum - der als Versammlungsort geplant war - ausgestattet. Nachdem dieser zu klein wurde, entstand vor einigen Jahren ein noch größerer Raum, der auf dem Foto vorne zu sehen ist und insbesondere von der St.Konrad-Schützengilde genutzt wird. Das alljährlich im Juli stattfindende Schützenfest ist überregional durch die (feucht-fröhliche) Eroberung der Königsburg über die Niers bekannt.

Fenster und Ankerbalken

Sehenswert sind hier die Ankerbalken mit Sinnsprüchen und die Fenster mit Niers-Siedlern. Damals wurde die Niers noch von diesen mit der Hand in Ihrem Lauf verändert und es gab schwierige Siedlungsbedingungen ohne Strom und fließend Wasser. Gestaltet wurden diese von Peter Hecker, der viele kirchliche Fenster im Rheinland, u.a. im Kölner Dom gestaltet hat.

Peter Hecker: „Um den bartlosen jungen Christus in mittleren Fenster scharen sich rechts und links ein Siedler- Ehepaar. Christus steht inmitten der Nieslandschaft. Häuser und Felder, Menschen und Tiere segnend“
Peter Hecker: „Um den bartlosen jungen Christus in mittleren Fenster scharen sich rechts und links ein Siedler- Ehepaar. Christus steht inmitten der Nieslandschaft. Häuser und Felder, Menschen und Tiere segnend“
Innenraum mit Ankerbalken
Innenraum mit Ankerbalken
S. Lucas Fotografie

Das Niederrhein-Album

Sascha Lucas

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