Jüchen

Nikolauskloster

Nur zwanzig Gehminuten vom Schloss Dyck entfernt befindet sich das Nikolauskloster der Oblaten der makellosen Jungfrau Maria. Das wunderschön am Jüchener Bach - der Grenze zwischen den Bistümer Aachen und Köln - gelegene Kloster war bereits mehrfach Drehort von Fernsehproduktionen.

Hauptgebäude Nikolauskloster
Hauptgebäude Nikolauskloster

Vermutlich um das 12. Jahrhundert exisitierte am heutigen Klosterstandort eine Nikolauskapelle. Spätestens 1398 wurde diese urkundlich erwähnt.  Zwischen 1715 und 1746 wurde das Kloster in der heutigen Form umgebaut, jedoch bereits wenige Jahrzehnte später um 1802 im Rahmen der französischen Besatzung aufgelöst. Bis zu diesem Zeitpunkt residierten hier noch Franziskaner-Teratiaren. Die Einrichtung der Kirche ging dabei verloren. Nach der Besatzungszeit erwarb Joseph zu Salm-Reifferscheidt-Dyck vom nahegelegenen Schloss Dyck das Gebäude und baute diese zur Ackerbauschule um.  Hierbei wurde auch die Kirche restauriert und ab 1860 fanden wieder Gottesdienste statt. Hintergrund war für die Familie Salm-Reifferscheidt-Dyck durchaus, daß hier auch die Familiengruft seit bereits 1495 unter der Kirche lag. Seit 1907 sind hier die Oblaten ansässig, die das Kloster sehr offen für Besucher führen.

Die Brüder des Klosters freuen sich über Besucher und bieten auch Übernachtungsmöglichkeiten und Seminare an. Der Klosterpark mit seinen Pflanzen, der große Veranstaltungsplatz und auch die Soldatengräber aus dem 2. Weltkrieg sind einen Besuch wert. Ferner gibt es in der Regel Sonntags Kaffee und Kuchen auf der großen Besucherterasse.

Kontakt

Nikolauskloster

41363 Jüchen

(02182) 82 996-0

nikolauskloster@oblaten.de


Gartenanlage
Gartenanlage

Klosterkirche

Kapelle im Nikolauskloster
Kapelle im Nikolauskloster

Kreuzweg

Kreuzweg am Nikolauskloster
Kreuzweg am Nikolauskloster

Im Klosterpark kann man den Leidensweg Jesus anhand eines Kreuzweges verfolgen.

Gedenkpavillion

Erst 2014 wurde dieser Pavillon zu Ehren der Oblatenmärtyrer erbaut. Er zeigt die Lebenswege und Schicksale von 23 Oblaten auf, die während des Spanischen Bürgerkrieges 1936 umgebracht wurden.

Mariengrotte

Im vorigen Jahrhundert bauten im Kloster stationierte Soldaten aus Dankbarkeit eine Grotte. Diese Lourdesgrotte nimmt Bezug auf die Marienerscheinung 1858 in Lourdes/Frankreich und zeigt als Motiv die Erscheinung Muttergottes in Lourdes. Die Marienstatue stammte ursprünglich aus Mönchengladbach und wurde erst vor einigen Jahren gegen ein Exemplar aus Lourdes ausgetauscht. Am Niederrhein findet sich mit den Hehner Grotten nur wenige Kilometer entfernt ein ähnlicher Wallfahrtsort.

Grotte am Nikolauskloster
Grotte am Nikolauskloster