Venlo (Niederlande)

Groote Heide / Fliegerhorst Venlo

Obwohl der Niederrhein im zweiten Weltkrieg eher unbedeutend für den Kriegsverlauf war, befand sich hier in der Grenzregion zu den Niederlanden im jetzigen Naturpark Maas-Schwalm-Nette ab 1940 einer der größten Militärflughäfen in Europa: der Fliegerhorst Venlo.

Inhalt

  1.  Ehemaliger Fliegerhorst Venlo
  2. Mahnmal der Stille
  3. Segelflugplatz
  4. grenzüberschreitender Naturpark
  5. Tor 9 / Gedenktafel
  6. Bundeswehrdepot

 


Ehemaliger Fliegerhorst Venlo

Stationiert waren auf 1800 ha-Fläche (die teils in Deutschland und teils in den Niederlanden in der sogenannten "Groote Heide" liegt) Nachtjäger, die später insbesondere zur Verteidigung des naheliegenden Ruhrgebiets dienten. Ein Gefühl für die Größe bekommt man, wenn man sich alleine die damals vorhandenen, rund 100 Flugzeughallen vorstellt. Dazu kamen noch Dutzende weitere Gebäude, wie z.B. die nachfolgende Wärmehalle. In wenigen Kilometer entfernten Schandelo entstand noch ein Scheinflughafen, der von diesem gewaltigen Bauwerk ablenken sollte. 

Plan des Fliegerhorst /  Naturparks
Plan des Fliegerhorst / Naturparks

Der Förderverein Ehemaliger Fliegerhorst Venlo kümmert sich um die wenigen noch erhaltenen Ruinen und hält diese als Mahnmal zur Erinnerung wach. 

Alte Fliegerhalle

Alte Fliegerhalle
Alte Fliegerhalle

Wärmehalle

Ruine der Wärmehalle
Ruine der Wärmehalle
Infotafel
Infotafel

Die Wärmehalle diente insbesondere der Wartung und Reparatur der Flugzeuge. Die o.g. Fliegerhallen waren nicht beheizt, so daß man auf diese ausweichen musste. 

Mahnmal der Stille

Mahnmal der Stille
Mahnmal der Stille
Infotafeln
Infotafeln

Im Jahr 2008 wurde auf der Grenze (erkennbar an den orangen Pfeilern) ein "Mahnmal der Stille" zum Gedenken an die Toten erbaut. Dort wird an die Geschichte des Fliegerhorstes erinnert und Infotafeln zeigen die kurze und bewegte Geschichte.

Segelflugplatz

Als Basis des Fliegerhorstes diente ein schon Anfang des 20. Jahrhunderts vorhandener Segelflugplatz bei Venlo (NL). Dieser ist unmittelbar nach der Befreiung Venlos 1945 und nach einer kurzen Zeit als amerikanischer Flughafen ab 1946 auch wieder für diesen Zweck genutzt worden und besteht noch heute. 

Startendes Flugzeug
Startendes Flugzeug

Wandel zum grenzüberschreitenden Naturpark

Seit ca. 2005 ist das Gebiet Teil des Naturpark Maas-Schwalm-Nette und wird getragen von der Provinz Limburg (NL) und dem Land Nordrhein-Westfalen. Da kaum noch Gebäude vom Flughafen vorhanden sind, sind weite Flächen der Natur übergeben worden und aufgrund der damals zum Bau auch aus großen Entfernungen transportierten Baumaterialen und Erdmassen hat sich hier eine variantenreiche Artenvielfalt angesiedelt. Die Flächen sind weitestgehend für die Besuch frei zugänglich und beschildert. 

Heidelandschaft "Groote Heide" (NL)
Heidelandschaft "Groote Heide" (NL)

Tor 9 / Gedenktafel

Hinweis auf einem Originalstein
Hinweis auf einem Originalstein
Gedenkstein
Gedenkstein

Das Tor 9 war damals eine der wichtigsten Einfahrten zum Flughafen und diente hauptsächlich den dort stationierten Soldaten als Durchgang in die Nachbarorte und den dortigen Freizeiteinrichtungen. Heute ist es der Startpunkt vieler Routen durch den Naturpark und Standort einer Gedenktafel für die Opfer. Der Parkplatz befindet sich auf der Fläche einer alten Fliegerhalle und man kann die Stützpfeiler hier noch gut erkennen.

Ehemaliges Bundeswehrdepot

Ein kleiner Teil des Gebietes wurde auch noch von der Bundeswehr benutzt. Mittlerweile ist die Fläche aufgegeben worden. Die Absperranlagen sind noch immer vorhanden und das Gebiet wird von einem privaten Betreiber verwaltet. Dieses Gebiet ist für Besucher nicht zugänglich.

Umzäunung
Umzäunung
S. Lucas Fotografie

Das Niederrhein-Album

Sascha Lucas

Tel. 0151 52444440

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